Spielberichte des SCW in der Saison 2011/2012
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Vorbericht
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1. FC Schwalmstadt |
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SC Willingen |
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Gemischte Gefühle vor erstem Gang
Fünf Wochen Vorbereitung sind genug. „Jetzt wollen wir einsteigen und gucken, wo wir stehen“, freut sich Ulrich Schwalenstöcker auf den Saisonauftakt in der Fußball-Verbandsliga Nord. Gleichwohl gehen er und sein Trainerkollege Bernd Keindl die Aufgabe am Samstag (15.30 Uhr) beim Hessenliga-Absteiger 1. FC Schwalmstadt mit Blick auf die lange Liste verletzter und angeschlagener Spieler mit gemischten Gefühlen an.
Zwei Jahre und zwei Monate liegt der letzte Verbandsliga-Auftritt der Upländer – 3:0 in Steinbach – zurück. Trotz zehn Punkten aus den letzten vier Spielen war der bittere Gang eins tiefer nicht mehr zu vermeiden.
Die Chancen, diese, zugegeben angestaubte Erfolgsserie, fortzuschreiben, stehen nicht allzu gut. Allein in der Viererkette fallen mit Sebastian Meyer, Domenico Krämer und vor allem Ernst-Constantin Kesper, dem die Leiste zu schaffen macht, wichtige Leute aus. Aman Tesfu, Abräumer im Mittelfeld, lassen die Oberschenkelprobleme einfach nicht in Ruhe.
„Da müssen die anderen in die Bresche springen“, muss Schwalenstöcker da auch die Neuzugänge wie Steffen Butterweck oder Marco Buhl gleich in die Pflicht nehmen, statt sie vorsichtig einzubauen.
Quelle: (www.wlz-fz.de)
Spielbericht
Verbandsliga: Handelfmeter bringt tapfer kämpfenden Aufsteiger auf Verliererstraße
SCW-Bollwerk hält 76 Minuten
Schwalmstadt. Nein, viel hat nicht gefehlt und der Verbandsliga-Aufsteiger hätte den angepeilten Punkt aus Schwalmstadt mitgenommen. Genau 14 Minuten, in denen der SC Willingen den entscheidenden Gegentreffer zum 1:0 für den Hessenliga-Absteiger kassierte (76.) und danach nicht mehr in der Lage war, nochmal auf Offensive umzuschalten.
Haltegriffe: Der Schwalmstädter Ingmar Merle (links) und Manfred Feistner vom SC Willingen streiten um den Ball. Foto: Bernd Hahn
„Das war schon hart“, ließ SCW-Trainer Schwalenstöcker seiner Enttäuschung freien Lauf. Gemeint war, dass die Moral seiner aufopferungsvoll kämpfenden Mannschaft unbelohnt blieb und die Entscheidung durch einen äußerst umstrittenen Handelfmeter herbei geführt wurde. „Ich hätte mir eine andere Entscheidung gewünscht“, ließ Uli Schwalenstöcker leise Kritik an der Auslegung des Schiedsrichters anklingen, als Marco Harnacke der Ball nach einer Kutzner-Flanke im Strafraum an den Arm sprang. Ingmar Merle ließ sich diese unverhoffte Chance nicht entgehen.
„Nur so ging‘s“, waren sich die Fans der Gastgeber auf der Tribüne einig, dass ihre Mannschaft eine solche Standardsituation unbedingt gebraucht hatte, um aus ihrer drückenden optischen Überlegenheit endlich Kapital zu schlagen. Chancen aus dem Spiel heraus waren insbesondere nach dem Wechsel Mangelware. Weil die Upländer tief standen, im Mittelfeld die Räume eng machten und auch über außen nichts anbrennen ließen. So wurde Torwart Engelhardt in der zweiten Halbzeit nur bei zwei Verlegenheitsschüssen von Andre Meier „gefordert“ (52., 62.).
Beim Elfmetertor war er machtlos. Und auch beim folgenden konzeptlosen Anrennen seiner Mannschaft, die offensiv - auch durch die Ausfälle der Stürmer Andreas Klasen und Andreas Schweigert - wenig zu bieten hatte.
Die einzige und beste Willinger Chance vergab Norman Kaiser kurz vor der Pause, als er nach einer Maßflanke von Max Ullbrich per Kopf etwas zu hoch zielte. Ansonsten verkam der FCS-Strafraum allerdings zum Niemandsland, waren fast nur die Gastgeber am Drücker. Besonders in der Anfangsphase, als Tobias Frommann nach schönem Solo ganz knapp verzog (5.).
Dann griff jedoch die Taktik des SCW-Coaches, zumal die Schwälmer die Präzision beim Spiel in die Spitze immer mehr vermissen ließen. Nur einmal agierten sie schnell und direkt: Paul Graf schickt den agilen Merle, der legt auf Benedikt Jäckel auf, der völlig freistehend aus fünf Metern den Ball übers Tor drischt (26.).
Eine verpasste Chance, die die Gastgeber sichtlich nervte, während die Defensive des Außenseiters immer mehr an Stabilität gewann. Dass es Merle in der 29. Minute aus 35 Metern versuchte, ohne Schlussmann Engelhardt düpieren zu können, unterstreicht die zunehmende Fruchtlosigkeit der Schwalmstädter Offensivbemühungen.
„Wir haben uns richtig schwer getan“, gestand FCS-Trainer Christof Baum. Was er weniger als Kritik an seinen Schützlingen, als als Lob für den Gast verstanden wissen wollte, „der einfach nichts zugelassen hat.“ Umso verständlicher der Frust des Neulings, dass er am Ende trotzdem mit leeren Händen dastand.
Quelle: (www.hna.de)
Vorbericht
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SC Willingen |
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SV Adler Weidenhausen |
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Verbandsliga: SC Willingen setzt gegen SV Adler Weidenhausen auf die Heimstärke
Lohmann bewirbt sich
Willingen. Und weiter geht’s: Bereits morgen (Anpfiff: 19.30 Uhr) steht für den Verbandsliga-Aufsteiger SC Willingen das zweite Pflichtspiel in der noch jungen Saison an. Die Schwalenstöcker-Elf erwartet den SV Adler Weidenhausen, der nach dem 9:2-Kantersieg gegen Neuling TSV Mengsberg der erste Tabellenführer ist. Die Willinger Fußballer selber unterlagen zum Auftakt beim 1. FC Schwalmstadt mit 0:1.
„Mit dem Spiel gegen Schwalmstadt sind wir insgesamt zufrieden“, bilanziert Ulrich Schwalenstöcker und attestiert seinen Schützlingen viel Einsatz, der allerdings nicht belohnt wurde. „Natürlich wollen wir deshalb gegen Weidenhausen neben einer guten spielerischen Leistung auch die Punkte im Upland behalten“, erhofft sich der Trainer.
Dass das nicht leicht wird, dürfte spätestens nach dem Spiel gegen Mitaufsteiger Mengsberg klar sein. Aus diesem Grund setzt der Gruppenligameister auf die Heimstärke im Hoppecketalstadion und das eigene Publikum. Personell ergeben sich folgende Veränderungen: Marco Harnacke und Christoph Keindl fallen urlaubsbedingt aus. Dafür stehen Andreas Klassen (beruflich), Andreas Schweigert (private Gründe) und Daniel Wilke (Sperre abgelaufen) gegenüber dem Spiel in Schwalmstadt wieder zur Verfügung. Auch Tobias Lohmann hat seine Bewerbung für den Kader der Ersten am Sonntag mit vier Toren für die Reserve in Vöhl eingereicht.
Von einer klaren Favoritenrolle will Weidenhausens Rafal Klajnszmit nicht sprechen. „Wir dürfen das Spiel gegen Mengsberg nicht überwerten“, gibt sich der Trainer bescheiden. „Es war, auch wenn das Ergebnis den Spielverlauf wiederspiegelt, kein Selbstläufer und das wird es in Willingen erst recht nicht.“ Personell können die Gäste aus dem Vollen schöpfen: der gesamte Kader steht Klajnszmit zur Verfügung. (bj)
Quelle: (www.hna.de)
Spielbericht
Fußball-Verbandsliga Nord
Zu wenig aus Chancen gemacht: Willingen 1:2
Willingen (ni). Auch nach der Heimpremiere steht der SC Willingen mit leeren Händen da. Der Verbandsliga- Rückkehrer scheiterte beim 1:2 gegen den SV Weidenhausen an zu wenig Zug zum Tor und mangelnder Chancenverwertung.
Kommt ein Japaner geflogen. Der Weidenhäuser Jilo Hirosawa versucht den Willinger Max Ullbrich in seinem Vorwärtsgang zu stoppen. Foto: Marius Lahme
Zufrieden waren die Trainer nicht – auch nicht der von den siegreichen Gästen. „Das Spiel war nicht gut, das war nicht das, was wir spielen können“, hatte Rafael Klajnszmit viel Kampf und Chaos gesehen, allenfalls die vielen Zweikämpfe seien etwas für die rund 200 Zuschauer gewesen. Gegenüber Ulrich Schwalenstöcker fehlten bei seiner Truppe schlichtweg „die Energie und die Begeisterung, die man braucht, um so ein Spiel zu gewinnen“. Dabei hatten die Upländer sehr gut begonnen, Daniel Wilke ersetzte in der Viererkette ordentlich Marco Harnacke, Andreas Klassen arbeitete für den ebenfalls verreisten Christoph Keindl auf der Sechserposition. Vorn prüfte Johannes Hoffmann erstmals aus 20 Metern volley SV-Keeper Graz (8.). Überhaupt gehörte Willingen die erste halbe Stunde, aber nur noch Max Ullbrich (13.) und Norman Kaiser (23.) hatten Chancen. „Schon da haben wir zu oft das Tempo rausgenommen, einfach den Abschluss nicht gesucht“, analysierte Schwalenstöcker nachher. Als sich dann die Fehlpassquote langsam erhöhte, da kam auch Weidenhausen ins Spiel. Manfred Feistner klärte zweimal klasse in höchster Not gegen Buchenau und Rene Gonnermann (31./32.). Und vorne zeigte die einzige SCW-Spitze Norman Kaiser in einigen 1:1-Situationen einfach zu wenig Mut. Die Gelegenheiten für die Gäste durch Sören Gonnermann (36.), Sven Engelhardt blieb auch in dieser Szene fehlerlos, und Schäfer (39.) beendeten eine ordentliche erste Hälfte mit Willingen als Punktsieger. Wer weiß, wie das Spiel ausgegangen wäre, wenn Kaiser in der 51. Minute frei aus zehn Metern nach klasse Pass von Klassen nicht am langen Pfosten vorbeigezielt hätte. „Dann wäre es schwierig geworden“, meinte selbst Klajnszmit. Die Chance der Kategorie schwerer daneben als rein eröffnete die entscheidende Phase. Das Tempo war recht hoch, aber beiden Seiten gelang das Direktpassspiel nur zu selten. Just in dem Moment, als die Platzherren mehr Offensivaktionen hatten, mussten sie das 0:1 durch Rusch fressen; dabei versagte gleich ein halbes Dutzend SCW-Kicker in der Abwehrarbeit (65.). Es wurde nun hektischer, aber Daniel Butterweck verpasste nach Hoffmann-Freistoß den Ausgleich, köpfte an den Pfosten (75.). Die Entscheidung in der 85. Minute, als Klassen sich einen seiner vielen Ballverluste in Hälfte zwei leistete und Sören Gonnermann eiskalt zuschlug. Nur zwei Minuten später aber wieder Hoffnung, als Hoffmann die Vorarbeit von Max Ullbrich und Andreas Schweigert zum Anschlusstreffer verwertete (87.). Aber die Gäste brachten die Sache geschickt über die Zeit. „Ein Unentschieden wäre vielleicht gerechter gewesen“, lobte Klajnszmit indirekt die Upländer. Das wäre auch möglich gewesen, aber, so Schwalenstöcker: „Wir sind erst nach dem Rückstand, also viel zu spät, wach geworden.“ Und: „Ich hoffe, dass die letzte Viertelstunde hängen bleibt.“ Für Sonntag, dann kommt der SV Hünfeld – gestern 3:0-Sieger gegen den 1. FC Schwalmstadt.
Quelle:(www.wlz-fz.de)
Vorbericht
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SC Willingen |
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Hünfelder SV
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Fußball-Verbandsliga: SC Willingen erwartet mit Hünfeld den nächsten Hochkaräter
Willingen. Das Auftaktprogramm des Verbandsliga-Aufsteigers SC Willingen hat es gehörig in sich: Am Sonntag erwarten die Upländer zuhause den Hünfelder SV. „Das ist noch mal eine Hausnummer höher“, warnt Willingens Trainer Bernd Keindl vor dem hochkarätigen Gegner.
© zmp
Steht gegen den Hünfelder SV wieder zur Verfügung: Marco Harnacke (rechts), hier im Kopfballduell mit Tobias Friele (Rhoden).
SC Willingen – Hünfelder SV. Nach der unglücklichen 1:2-Niederlage am Mittwoch gegen den SV Weidenhausen will der SC Willingen am Sonntag gegen den Hünfelder SV die ersten Punkte in der Verbandsliga Nord einfahren. Anpfiff der Partie ist um 15 Uhr im Hoppecketalstadion.
Die personelle Situation im Lager der Fußballer des Ski-Clubs entspannt sich nach Keindls Angaben etwas, denn dem Trainergespann stehen die Urlauber Christoph Keindl und Marco Harnacke wieder zur Verfügung. Grund zur „Selbstzufriedenheit“ bestehe nicht, denn „wir stehen nach zwei Niederlagen noch mit leeren Händen da“ (so Keindl). An der taktischen Ausrichtung werde sich gegenüber den ersten Spielen nichts ändern.
Dass die Aufgabe nicht einfach wird, dürfte den Spielern, Trainern und Betreuern bewusst sein, denn die Gäste gehen hochmotiviert in die Partie. Hünfeld spielte vergangene Saison noch in der Hessenliga und gilt als Aufstiegskandidat. Dieses haben sie bereits in den vergangenen beiden Saisonspielen unter Beweis gesetzt. So gewannen sie souverän ihre Spiele gegen FC Eichenzell sowie ihr Heimspiel gegen den 1. FC Schwalmstadt.
Die Schwalenstöcker-Elf dagegen fuhr bislang noch keinen Punkt ein, da sie jeweils knapp scheiterte. Im ersten Ligaspiel entschied Schwalmstadt die Partie durch einen Elfmeter für sich, am Mittwoch boten die Willinger zwar eine gute Partie gegen SV Adler Weidenhausen, wurden jedoch für ihren Einsatz nicht belohnt. So war es Johannes Hoffmann, der in den Schlussminuten das erste Tor für seine Mannschaft in der noch jungen Saison schoss.
„Wir haben erst nach den beiden Gegentoren richtig aufgedreht, doch dies war eindeutig zu spät“, analysierte ein trauriger Ulrich Schwalenstöcker die Partie. Somit bleiben den Upländern jetzt nur drei Tage, um sich zu regenerieren und um zu zeigen, was sie alles auf dem Kasten haben. „Man hat am Mittwoch wohl gesehen, dass Willingen in der richtigen Klasse spielt, sie haben nur unglücklich verloren“, resümiert der ehemalige SC-Coach Hubertus Albers als interessierter Zuschauer im Hoppecketalstadion. (bj)
Quelle: (www.hna.de)
Spielbericht
Fußball-Verbandsliga Nord: SCW mit überraschendem 3:1 - Video auf www.hna.de
Klassen-Tore ebnen Weg
Willingen. Eine faustdicke Überraschung gelang dem SC Willingen im zweiten Heimspiel der Verbandsliga-Saison. Mit 3:1 (3:0) schickten die Upländer den Hessenligaabsteiger Hünfelder SV auf die Heimreise. Entsprechend zufrieden zeigte sich der Coach der Willinger, Ulrich Schwalenstöcker: „Wir haben genau so gespielt, wie wir es uns vorgestellt haben: Wir haben zunächst diszipliniert gestanden und sind dann durch schnelle Gegenangriffe gefährlich geworden.“
Der geht nicht rein: Dennis Müller vom Hünfelder SV scheitert am guten Willinger Torhüter Sven Engelhardt. Foto: zmp
Zu Beginn der Partie nahmen jedoch zunächst die Gäste Heft in die Hand. Nachdem sich Klüber auf rechts durchsetzte und zurückspielte, schoss Rehm knapp drüber (3.). Kurz danach hatten die Gastgeber Glück, als Schwab aus zwölf Metern an der Latte scheiterte (4.). „Diese Chancen müssen wir machen, dann hätte das Spiel einen ganz anderen Verlauf genommen“, wusste HSV-Coach Oliver Bunzenthal.
Die Nachlässigkeiten der Gäste sollten sich rächen. In der Folge erspielte sich der SCW die ersten Gelegenheiten. D. Butterweck wurde nach Kombination über Keindl und Klassen auf die Reise geschickt, schoss jedoch daneben (6.).
Zwei Minuten später stand es 1:0. Hoffmann nutzte einen Stockfehler, spielte blitzschnell auf Klassen, der Torwart Ruck tunnelte überwand (8.). Angetrieben durch dieses Erfolgserlebnis zeigten die Platzherren auf nassem Boden die nötige kämpferische Einstellung und zerstörten das Kurzpassspiel der Hünfelder.
Und die Upländer nutzten ihre Chancen: Nach Ballgewinn durch D. Butterweck kam das Leder erneut zu Klassen, der überlegt ins lange Eck zur 2:0-Führung abschloss (21.). Kurz darauf verhinderter Engelhardt mit einer Glanzparade gegen Rehms Distanzschuss den Anschlusstreffer (22.). Ein weiterer schneller Angriff bescherte der Heimelf noch vor dem Wechsel das 3:0. D. Butterweck überraschte die erneut zu weit aufgerückte Abwehr der Hünfelder mit einem Solo und netzte per Außenriss zum 3:0 ein (30.).
Das fahrlässige Defensivverhalten seiner Elf bemängelte Bunzenthal nach dem Spiel. „Wir standen in der ersten Hälfte viel zu offen.“ Nach vorne erspielte sich der „kleine HSV“ aber weiter gute Chancen: So prallte Müllers Fernschuss an den Pfosten (41.). Auf der Gegenseite wurde D. Butterwecks Abseitstor nach Freistoß von Hoffmann aberkannt (35.), Ullbrich scheiterte anschließend zweimal frei vor Keeper Ruck (37./45.).
Nach dem Kabinengang drückte die Bunzenthal-Elf weiter. Die Mannen aus dem Upland beschränkten sich darauf, die Führung zu verwalten. Der HSV kombinierte zwar ansehnlich, kam jedoch selten gefährlich vor das Willinger Gehäuse. Engelhardt lenkte Müllers Versuch nach Zuspiel von Rehm am langen Pfosten vorbei (51.), bevor Klassen seinen dritten Treffer verpasste (67.).
Den Schlusspunkt markierte der eingewechselte Rohde. Sein sehenswerter Freistoß schlug zum 3:1 im Winkel ein (87.), was jedoch zu spät für das neu formierte Team aus der Rhön kam.
Von Jan Pohlmann
Quelle:(www.hna.de)
Vorbericht
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TSV Korbach |
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SC Willingen |
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Derby TSV/FC Korbach gegen SC Willingen · Cramer: Wir müssen agieren
Schwalenstöcker zeigt breite Brust
Korbach/Willingen ((ni/mn). Das erste Waldecker Derby in der Fußball-Verbandsliga Nord nach 29 Monaten auf der Hauer elektrisiert, doch die Trainer betonen nicht das Prestige, sondern die Normalität: Beide Mannschaften brauchen die Punkte.
„Immer gern auf der Hauer gewonnen“: Uli Schwalenstöcker (rechts), Bernd Keindl sitzen auf der Willinger Trainerbank.
„Natürlich wollen wir gewinnen“, sagt Uli Schwalenstöcker vom SC Willingen. Kollege Tobias Cramer formuliert das ganz ähnlich: „Wir sind mit einem Punkt in den Abstiegsrängen, entsprechend müssen wir einen ,Dreier‘ einfahren.“ Und doch wissen die Trainer ganz genau, dass ein Derbysieg mehr wert ist als drei Zähler. Es gibt mehr Ballyhoo im Vorfeld.
Er würde zu gern wissen, was da unter den Spielern an Wetten liefen, sagt Schwalenstöcker. Der Neu-Trainer der Upländer saß beim letzten Duell dieser Art, das der TSV/FC mit 4:0 gewann, noch auf der anderen Seite. Schwalenstöcker ist mit seinen mannigfaltigen Erfahrungen als Trainer und Spieler eine Art „Mister Derby“, doch der Willinger Tobias Cramer hat die besondere Atmosphäre dieser Partie ebenfalls eingesogen – er ging in beiden Derbys, zu denen er als SCW-Spieler auflief, als Gewinner vom Platz.
Cramer betont, wie wichtig es sei, dass gerade die jungen Spieler endlich so eine Begegnung erleben: „Da ist ja alles drin, was so ein Fußballspiel braucht.“ Wie er sich den Auftritt seines Teams bei seiner Derby-Premiere auf der Bank vorstellt, erklärt er so: „Das ist unser erstes Heimspiel, wir müssen agieren, wir müssen Vollgas geben.“ Cramer kann mit seiner Mannschaft an das 2:2 von Ziegenhain anknüpfen – in dieser Partie erhielten jüngere Spieler wie Sven Penzenstadler oder Tim Schade glänzende Kritiken. „Ich hoffe, dass sie an die Leistungen von Schwalmstadt anknüpfen können“, sagt Cramer.
Beim ersten Korbacher Punktgewinn der Saison vertrat ihn Co-Trainer Bernd Beckmann. Seit Dienstag ist der Chef aus dem Urlaub zurück, er leitete gestern Abend das Abschlusstraining. Große Änderungen verkündete er seinem Team vermutlich nicht. Als einzige Personalie steht der mögliche Ersteinsatz von Lukas Cramer auf der Tagesordnung. In Korbach rechnen sie fest mit dem Neuzugang, denn die bisher fehlende Bestätigung der Vertragsauflösung mit seinem bisherigen Verein Eintracht Stadtallendorf ist am Mittwochabend per Einschreiben nach Frankfurt abgeschickt worden.
Wo er seinen jüngeren Bruder einsetzen will, ließ Cramer offen. „Er ist so breit ausgebildet, den kann ich theoretisch auf jede Position stellen.“ Im Tor steht Andre Mohr gegen seine bisherigen Teamkollegen. „Er braucht Wettkampfpraxis“, sagt Cramer und stärkt dem jungen Keeper mit Vertrauen den Rücken: „Ich bin überzeugt, dass er uns noch viele Punkte festhalten wird.“
Den Respekt vorm Gegner gesteigert hat der Willinger 3:1-Erfolg über den Hünfelder SV, dessen Zeuge Bernd Beckmann war. „Er war beeindruckt, wie die Willinger über das schnelle Konterspiel die Hünfelder auseinandergenommen haben“, erzählt Cramer. Seine Schlussfolgerung: „Wenn der SC Willingen nach vorn hin ins Laufen kommt, hat er eine sehr gute Qualität.“ Vor allem Daniel Butterweck links und rechts Max Ullbrich („Mir gefällt seine Art, Fußball zu spielen“) genießen Cramers Hochachtung. Ansonsten rechnet er mit einer im Vergleich zum Hünfeld-Sieg unveränderten Aufstellung des Gegners, also mit Andreas Klassen auf der Neuner-Position. Cramer hofft auf eine Menge Zuschauer und ist sich in diesem Punkt mit seinem Kollegen einig. Nur formuliert das Ulrich Schwalenstöcker etwas provokanter: „Ich hoffe, dass eine entsprechende Kulisse uns zusätzlich beflügelt.“ Auch seine Bemerkung zum Fehlen des letztmals gesperrten Christoph Osterhold beim TSV/FC zeugt von Selbstbewusstsein: „Das ist eine Schwächung, keine Frage, aber wir hätten Korbach lieber in Bestbesetzung geschlagen.“
Vor dem Derby treten die F- und E-Jugendlichen des TSV Korbach gegeneinander an. Anstoß ist um 18 Uhr.
Spielbericht
Fußball-Verbandsliga
Derby in Korbach endet 2:2 vor 600 Zuschauern
Korbach (ni). Spannend war es auf alle Fälle. Der TSV/FC Korbach und der SC Willingen trennten sich im ersten Verbandsliga-Derby nach über zwei Jahren vor gut 600 Zuschauern 2:2 (1:2). Ein unterm Strich gerechtes Ergebnis.
Der Einsatz stimmt. Christoph Keindl (links) und Jan-Henrik Vogel, Strategen im Willinger und Korbacher Mittelfeld, begegnen sich im Zweikampf. Foto: Artur Worobiow
Das Spiel kam nur schwer in Schwung, zu groß war der Respekt voreinander. Das 0:1 fiel denn auch etwas überraschend, eine wuchtige Einwurfflanke von Klassen verwertete Daniel Butterweck am langen Pfosten unhaltbar (22.). Ebenso aus dem Nichts nur vier Minuten später der Ausgleich, als ein 20-m-Versuch von Rösner abgefälscht und damit unerreichbar für SCW-Keeper Engelhardt einschlug. Wenig gefährlich war es dann bis zum Pausenpfiff, doch dann kam Hoffmann gegen Tim Schade zu Fall. Der Korbacher Abwehrmann beteuerte vehement seine Unschuld, aber es gab Elfmeter, dazu die gelbe Karte, und Max Ullbrich traf zum 1:2.
Die Willinger kamen besser aus der Kabine und Max Ullbrich hätte den Willinger Vorsprung ausbauen können (48.). Danach war der Elan auf beiden Seiten für lange Zeit dahin. Erst mit der Willinger Riesengelegenheit erneut für Max Ullbrich nahm das Derby richtig Fahrt auf (67.). Direkt im Gegenzug rettete Engelhardt in höchster Not gegen Rösner – brach sich dabei aber einen Tag vor seiner Hochzeit den kleinen Finger; für ihn kam Triharta. Danach ging auf Gästeseite die Ordnung etwas verloren, das 2:2 durch ein wunderschönes Hebertor von Wendel war die logische Folge (74.).
Danach hätten Mühlenbächer (79.) und Will (83./Pfosten) die Kreisstädter zum Sieg schießen können. Und dann hätten Harnacke und Max Ullbrich doch noch das 2:3 nach einer Ecke aus kürzester Distanz machen können, aber da hatte TSV-Keeper Andre Mohr etwas dagegen.
Quelle: (www.wlz-fz.de)
Vorbericht
Verbandsliga Nord: Gegner des SC Willingen sauer über Mittwochspieltag
SV Steinbach mit Notelf ins Upland
Willingen (ni). Das Derby ist abgehakt, schon morgen geht es gegen den SV Steinbach. „Wenn wir auch da punkten, dann können wir von einem guten Start sprechen“, sagt Ulrich Schwalenstöcker, Trainer des Verbandsliga-Aufsteigers SC Willingen.
Vertritt den verletzten Willinger Torwart Engelhardt: Sebastian Wessel.© ni
Schwalenstöcker erlaubt sich nur kurz einen Rückblick auf das 2:2 vom Freitag im Korbacher Hauerstadion, seiner langjährigen Wirkungsstätte. „Spielerisch hat das Derby die Erwartungen nicht erfüllt, das war ein bisschen wenig von beiden Mannschaften.“ Aber unterm Strich war er zufrieden, „als Aufsteiger in Korbach einen Punkt holen, das ist okay“. Nun gelte es, die Spannung hochzuhalten, „denn Steinbach ist keinen Deut schlechter als Hünfeld“; dagegen gab es jüngst mit 3:1 den ersten Saisonerfolg, fußend auf überragend vorgetragenen Kontern. Das dazugehörige Kurzpassspiel („das hat in Korbach ein bisschen gekrankt“) soll wieder wie gewohnt aufgezogen werden.
Und zwar wieder aus einer sicheren Deckung mit der Doppelsechs. Die werden wieder Christoph Keindl, obwohl noch etwas angeschlagen, und Marco Buhl, zurück aus dem Kurzurlaub, bilden. Schwalenstöcker warnt ausdrücklich vor der seit Jahren überragende Steinbacher Angriffsabteilung mit Münkel, Neidhardt und Paliatka. Andreas Klassen wäre damit wieder frei für die Offensive, gegen Hünfeld dankte er es mit zwei blitzsauberen Treffern.Für Sven Engelhardt, der sich den kleinen Finger gebrochen hat, wird Torwarttrainer Sebastian Wessel zwischen die Pfosten rücken. Der für Engelhardt eingewechselte Marco Triharta hat sich im Spiel der Reserve auch den Finger geprellt.
Die Steinbacher mussten sich trotz einer 2:0-Führung am Sonntag gegen Hessenliga-Absteiger Schwalmstadt noch mit 2:5 (2:1) geschlagen geben. „Das war verdient, weil wir gegen einen starken Gegner nicht aggressiv genug waren“, erklärte Andreas Herzberg. Schlimmer wiegen für den Trainer aber die zahlreichen Ausfälle. Nach Fladung (Innenbandriss), Paliatka (Zerrung) und Dieterich (Urlaub) fehlen im Upland nun auch noch Trabert (Knöchel) und Weber (Leiste), die beide am Sonntag vorzeitig passen mussten.
Und dann noch die 2,5-Stunden-Anreise am Mittwoch. „Ein Skandal“, meint Herzberg, der dadurch auch noch die beruflich verhinderten Terentew und Bott ersetzen muss. „Wir reisen mit einer halben A-Jugend an“, macht sich der SV-Coach verständlicherweise kaum Gedanken über den Gegner, „unsere Abiturienten schwänzen die Schule, damit wir überhaupt spielen können“. Bei einigen Kollegen hat er sich über den SCW erkundigt, aber zunächst muss er erst einmal selbst wissen, wen er zur Verfügung hat. Herzberg: „Klar ist nur, dass wir kommen.“
Spielbericht
Fußball-Verbandsliga Nord
Willingen zuhause 2:5
Willingen/Korbach (ni/mn). Aufsteiger SC Willingen kam gegen den SV Steinbach nie in die Zweikämpfe und verlor die Verbandsliga-Partie auch in der Höhe verdient mit 2:5 (2:3).
Sinnbildlich. Der SC Willingen mit Andreas Klassen am Boden, der SV Steinbach mit Waldemar Meier mit 5:2 obenauf. Foto: Artur Worobiow
„Wir haben jede Aggressivität vermissen lassen“, sprach Trainer Bernd Keindl denn auch von einer „enttäuschenden Leistung“. Schon die ersten langen Bälle von Steinbachs Abwehrchef Weber rissen große Löcher in die SCW-Abwehr. Und nach acht Minuten klingelt es das erste Mal. Torwart Sebastian Wessel glänzte aus kürzester Distanz gegen Ludwig und Münkel, aber gegen den Nachschuss von Neidhardt war er machtlos. „Dann aber haben wir die Willinger zu Kontern eingeladen“, ärgerte sich SV-Trainer Andreas Herzberg, „obwohl wir wussten, dass sie da stark sind“. Erst traf Daniel Butterweck nach starker Vorarbeit von Andreas Klassen und Max UIlbrich (14.), dann bediente der Torschütze nach einem Sprint die Außenlinie runter den Vorbereiter Ullbrich – 2:1 (23.).
„Trotz des Rückstands hat man gesehen, dass unsere Spielstruktur gestimmt hat“, blieb Herzberg, der doch einen Großteil seiner fraglichen Stammkräfte aufbieten konnte, zuversichtlich. In der Tat, das Willinger Spiel wurde nicht besser, dafür die Feinjustierung der Steinbacher Defensive. Darauf aufbauend drehten die Gäste die Partie wieder in die andere Richtung. Münkel durfte fast unbehindert am kurzen Pfosten zum 2:2 einköpfen (33.), und beim 2:3 durfte sich Neidhardt zunächst sogar selbst anschießen, um dann auch im zweiten Versuch nicht von seinem Gegenspieler Sebastian Kesper attackiert ins lange Eck zu treffen (35.). „Da gehen wir in Führung und könnten eigentlich unser Spiel spielen“, so Keindl, „aber wir sind nie in die Zweikämpfe gekommen“.
Vielleicht wären die Platzherren noch einmal zurückgekommen, wenn Daniel Butterweck die Hereingabe seines Bruders Steffen verwertet hätte (53.). Es war die Phase, als vor allem Johannes Hoffmann im Mittelfeld die Zügel in die Hand zu nehmen schien. Aber mit dem 2:4 durch Laibach, als der wie viele seine Nebenleute indisponierte Steffen Butterweck zuvor den schnellen Möller ziehen ließ, da war das Ding frühzeitig gelaufen (65.).
Einen Vorwurf, nicht noch einmal alles versucht zu haben, war den Willingern nicht zu machen. Aber die Anstrengungen von Christoph Keindl, Klassen und Co. waren insgesamt zu wenig konstruktiv, viel zu oft vogelwild. Die Gäste dagegen spielten die Sache, angeleitet vom überragenden Spielgestalter Paliatka, routiniert runter – und setzten das 2:5 von Laibach noch oben drauf (85.).
„Einige unserer Jungs sind durch ganz Hessen gefahren, um hier dabei zu sein“, so Herzberg, „die haben sich herrlich selbst belohnt“. Mit tatkräftiger Unterstützung der Gastgeber. „Ohne jegliche Aggressivität“, wiederholte sich Bernd Keindl, „so kann man in der Klasse keine Punkte holen“.
Quelle:(www.wlz-fz.de)
Vorbericht
Willingen muss nach 2:5 gegen Steinbach nach Dörnberg reisen
Schnell wieder Qualität zeigen
Willingen/Dörnberg (ni). Das wird keinen Deut leichter. Vier Tage nach dem ernüchternden 2:5 gegen den SV Steinbach muss der SC Willingen in der Fußball-Verbandsliga Nord beim FSV Dörnberg ran. Die Gastgeber liegen auf Platz drei, haben den besten Saisonstart seit dem Aufstieg im Jahr 2001 hingelegt.
Die Schlappe am Mittwoch hat SCW-Trainer Ulrich Schwalenstöcker nicht gänzlich überrascht, „nachdem es in den ersten Spielen gut, fast zu gut gelaufen ist, habe ich schon irgendwann einen Rückschlag erwartet“. Der erwischte seine Elf dann „mit voller Wucht“, weil die Steinbacher Elf ihre Stärken eindrucksvoll ausspielte. Den Upländern war es offenbar nicht gelungen, so kurz nach dem Derby-Teilerfolg wieder die nötige Spannung aufzubauen. Die Leistung war schwach, das wahre Gesicht blitzte nur hier und da mal auf.
Die einzige positive Erkenntnis war, dass Willingen kein Torwartproblem hat. Sebastian Wessel vertrat fehlerfrei den mit seinem Fingerbruch länger ausfallenden Sven Engelhardt. „Auf ihn ist Verlass“, werden Schwalenstöcker und Bernd Keindl auf den Keeper auch in Dörnberg bauen. Und dort auf dem Kunstrasen soll sich auch wieder eine andere Willinger Mannschaft präsentieren. „Wir haben am Mittwoch keine körperlichen Schäden erlitten“, so Schwalenstöcker, „und die mentalen und psychischen werden wir bis Sonntag beheben“.
Ungeachtet des furiosen Saisonstarts der Gastgeber sollen die SCW-Kicker wieder die Qualitäten auspacken, die sie zuvor ausgezeichnet haben und Erfolg gebracht haben. Dafür steht der komplette Kader zur Verfügung, abgesehen von den Langzeitverletzten. Ernst-Constantin Kesper (Oberschenkelzerrung) wird vermutlich nächste Woche wieder ins Training einsteigen können.
Die erste Dörnberger Niederlage, das 1:3 am Mittwoch in Ziegenhain, reiht Abteilungsleiter Matthias Thomsen in die Kategorie unglücklich ein. „Bis zum Gewitter kurz vor der Pause waren wir die bessere Mannschaft.“ Nach dem Wechsel war Schwalmstadt 20 Minuten besser, „aber wir hätten einen Punkt verdient gehabt“. Gleichzeitig verwies Thomsen aber darauf, dass beim 4:1 davor gegen Eichenzell das Team nicht überzeugt hätte, „das gleicht sich dann wieder aus“.
Den ungewohnten Höhenflug des FSV führt der Fußballchef auf das eingespielte Team zurück. „Wir hatten keinen Abgang und haben uns in der Breite sinnvoll verstärkt.“ Damit seien auch aktuell die drei, vier Verletzten besser zu verkraften. Erstmals seit zehn Jahren stecken die Dörnberger nicht von Beginn an im Abstiegskampf – auch für Trainer Andreas Hake eine ebenso ungewohnte wie angenehme Situation. „Er hat sich kein bisschen abgenutzt“, lobt Thomsen den sportlichen Leiter, der seit elf Jahren am Ruder ist.
Hake wird die Elf auch auf die akribisch vorbereiten. „Schön, dass sie wieder da sind“, freut sich Thomsen auf das Gastspiel der Upländer. Geschenke gibt es freilich nicht: „Wenn ein Aufsteiger zu uns kommt, dann wollen wir natürlich die drei Punkte holen.“ Aber leicht schätzt er die Aufgabe nicht ein. „Für gute Spiele in der Klasse muss man ständig 110 Prozent bringen, dann kann man jeden schlagen. Aber auf der anderen Seite reichen 85 oder 90 Prozent, aus welchen Gründen auch immer, nicht mehr.“
Spielbericht
Dörnberg - Willingen 3:1 (1:0): Nur nach dem zwischenzeitlichen Ausgleich von Johannes Hoffmann (51.) sah es so aus, als würde der SCW in Dörnberg punkten können. Doch mit einem katastrophalen Abwehrfehler brachten sich die Gäste, die nach 24 Minuten durch einen Treffer von Timo Wiegand mit 0:1 in Rückstand geraten waren, erneut ins Hintertreffen. Martin Stueck bedankte sich für den Willinger Blackout mit dem 2:1 für Dörnberg nach 75 Minuten, dem Pascal Kemper fünf Minuten vor dem Ende noch den 3:1-Endstand zum verdienten Erfolg für die Gastgeber, die im ersten Abschnitt klar überlegen waren, folgen ließ.
Vorbericht
SC Willingen Gastgeber im Duell der personell Gebeutelten
Kopf gegen SSV nicht in Sand stecken
Willingen(ni). Personell sind beide Teams aktuell arg gebeutelt. Allerdings benötigt der SC Willingen die Punkte im Verbandsliga-Duell am Sonntag (15 Uhr) gegen den SSV Sand viel dringender als sein Gast.
Neben den Langzeitverletzten Engelhardt, Meyer, Tesfu und Consti Kesper, der zumindest wieder mal mittrainiert hat, steht bei den Upländern ein wichtiges Quartett auf der Kippe. Keindl schleppt sich mit Leistenproblemen durch, Daniel Butterweck hat mit Rückenschmerzen schon am Sonntag in Dörnberg passen müssen. Buhl ist dienstlich in Friedrichshafen, wenn er kommt, dann auf den letzten Drücker, Klassen muss wegen der Korbacher Citymesse arbeiten.
„Wir haben personell momentan Pech“, meint Trainer Bernd Keindl. Erkenntnisse über die Aufstellung erhofft er sich heute im Abschlusstraining, einige Klarheiten wird es aber wohl erst vor dem Anpfiff geben. Klagen wollen er und sein Kollege Schwalenstöcker freilich nicht. „Wenn die Einstellung hundertprozentig stimmt, dann können die, die spielen, auch etwas reißen.“ Er erinnert sich dabei gern an den Husarenstreich gegen Hünfeld, weniger an das jüngste 1:3 in Dörnberg. „Danach war die Enttäuschung schon groß, bei Trainern und Mannschaft.“ Aber schon am Dienstag im Training sei die Stimmung wieder gut gewesen, „alle blicken positiv nach vorn“.
„Den Kopf auf keinen Fall in den Sand stecken“ will Keindl – gegen den SSV Sand. „Das wird immens schwer, die sind der Rolle als Geheimfavorit doch bislang gerecht geworden.“ Zuletzt haben die Emstaler dank einer starken zweiten Hälfte aus einem Rückstand noch ein 2:1 gegen Schwalmstadt gemacht, sind mit zwölf Punkten guter Fünfter. Die vergangene Serie haben sie als Vierter beendet.
„Das hätten leicht auch sechs, acht Punkte weniger sein können“, will SSV-Trainer Otmar Velte von Titelkampf nichts wissen, „das Gerede interessiert mich überhaupt nicht“. Einzig gelten lässt er die Einschätzung, dass sich sein Team gut entwickelt seit dem Verbandsliga-Aufstieg in 2009. „Das Lob nehme ich gern entgegen“, sagt der 46-jährige selbstständige Sportwissenschaftler, der in Kassel eine medizinische Trainingstherapie betreibt und schon einige Leistungssportler wieder zu alter Stärke geführt hat. Vor seinem Einstieg in Sand vor drei Jahren hat Velte unter anderem auch im japanischen Fußball erfolgreich gearbeitet.
Vor der Reise ins Upland plagen den Sander Coach ebenfalls erhebliche Personalsorgen. Bislang noch nicht im Einsatz waren Bellova und Moskaltschuk, dazu kommen neu Torjäger Eugen Wagner (letzte Saison 17 Mal getroffen) und Nick Krug (Klassenfahrt). Damit ruhen im Angriff die Erwartungen auf den oberligaerfahrenen Rückkehrer Oliev sowie auf dem torgefährlichen Mittelfeldmann Bernhardt (4 Tore). Bastian Schäfer (Bänderriss) und Dennis Enzeroth (OP) komplettieren die Ausfallliste für Sonntag. „So bleiben mir nur noch 13 Leute übrig“, rechnet Velte vor. Der ehemalige Oberligaspieler von Hessen Kassel („ich habe von B- bis Oberliga alles durch“) erwartet angesichts der Personalsituation auf beiden Seiten eine kampfbetonte Partie. „Das sind die Mittel, die noch zur Verfügung stehen.“ Dabei wollen und können die Platzherren nicht an ihrer Ausrichtung, aus einer verstärkten Defensive schnell zu kontern, etwas ändern. Keindl: „Und vielleicht haben wir dabei auch das nötige Quäntchen Glück.“
Spielbericht
Fußball-Verbandsliga
Feistner köpft Willingen spät zum Sieg
Willingen/Korbach (ni/ahi). Der SC Willingen hat dank einer deutlichen Steigerung in der zweiten Halbzeit letztlich noch mit 2:1 (0:1) verdient die Verbandsliga-Partie gegen den SSV Sand gewonnen.
Ein Stockwerk höher. Der Willinger Christoph Keindl bleibt in dieser Szene klarer Kopfballsieger gegen den Sander Kapitän Christian Kellermann. Foto: Worobiow
Willingen – Sand 2:1 (0:1)
Die Partie kam nur schleppend in Gang, auch wenn Keindl nach Freistoß von Hoffmann bereits nach acht Minuten die Willinger Führung auf dem Fuß hatte. Die Gäste spielten ihrerseits ohne großen Druck immer wieder über die Viererkette, um dann mit reichlich langen Bällen zu operieren. Gefährlich wurde es gegen die aufmerksame SCW-Defensive aber nicht. Etwas überraschend deshalb das 0:1, als Sommer einen 20-m-Freistoß durch die Mauer unhaltbar für Wessels versenkte; Kaiser und Keindl hatten den Ball durchgelassen (33.). Der überragende Hoffmann hatte mit seinem Freistoß den raschen Ausgleich auf dem Fuß (38.), aber SSV-Keeper Meister war ebenso auf dem Posten, wie in der 45. Minute Gegenüber Wessel bei einer gefährlichen Bogenlampe von Grunewald fast von der Mittellinie.
Eigentlich wollten die Platzherren in Durchgang zwei Richtung ihr Trainingstor endlich aggressiver und leidenschaftlicher zu Werke gehen. Aber die Verunsicherung, Ursache für manch haarsträubenden Fehlpass oder Ballverlust, war groß. Das änderte sich nach 64 Minuten, als Kaiser, die ansonsten wenig präsente einzige Willinger Spitze, den Ball nach Freistoß von Steffen Butterweck und Kopfballablage von Keindl unter die Querlatte hämmerte.
Plötzlich waren die Upländer da, zeigten endlich den nötigen Einsatz. Und die Gäste kamen sofort ins Schwimmen, etwa als Kaiser Grunewald den Ball abluchste, aber hauchdünn am langen Pfosten vorbei spitzelte (71.). Feistner hatte dann nach Ecke von Max Ullbrich bei seinem Kopfballdropkick über die Querlatte die Führung vor Augen (74.).
Die Gäste verlegten sich aufs Kontern, dabei hätten Oliev in der 70. Minute und nach Fehler von Butterweck (76.) jeweils frei durch das 1:2 machen müssen, aber SCW-Keeper Wessel hielt einfach klasse. Und dann jubelten in der Nachspielzeit doch noch die Platzherren, Kapitän Feistner verlängerte einen Freistoß von Hoffmann fast von der Mittellinie unter die Sander Querlatte (90.). „Nicht schön, aber erfolgreich“, freute sich SCW-Trainer Ulrich Schwalenstöcker über die drei wichtigen Punkte. „Bei beiden Toren ist der Ball 40 Meter in der Luft“, ärgerte sich derweil SSV-Coach Otmar Velte. „Da lache ich mich doch kaputt“, raunzte er seine Truppe an.
Verbandsliga Nord: Upländer treten am Samstag schweren Gang nach Lehnerz an
SC Willingen träumt vom Bonuspunkt
Willingen (ni). Die Nuss wird ganz schwer zu knacken sein. Der SC Willingen muss am Samstag beim TSV Lehnerz, Rangzweiter der Verbandsliga Nord, ran. „Das wäre eine super Geschichte“, träumt SCW-Trainer Ulrich Schwalenstöcker von einem Punkt. Es wäre ein Bonuspunkt in Sachen Klassenerhalt.
Domenico Krämer fällt beim SCW wegen Urlaub aus.
Nach dem Last-Minute-Sieg gegen Sand liegt der Aufsteiger mit sieben Zählern aus sieben Spielen durchaus im grünen Bereich. Allerdings stört Schwalenstöcker, dass sein Team wieder erst nach dem 1:1 nach einer Stunde die nötige Aggressivität, Handlungsschnelligkeit und Leidenschaft gezeigt hat. „Erst da haben wir Sand ins Wanken gebracht.“ Seinen Spielern müsse klar werden, „dass Tempo nicht nur was für die Nase ist“. Die Erkenntnis sei nun in Lehnerz unbedingt erforderlich.
Wieder in den Kader rücken Daniel Butterweck nach gelöster Rückenblockade und Marco Buhl. Dafür fehlt erneut Andreas Klassen (Arbeit), dazu kommt noch Domenico Krämer (Urlaub). Mittelfristig deutet sich eine weitere Entspannung ab, die Langzeitverletzten Ernst-Constantin Kesper, Sebastian Meyer und Aman Tesfu sowie Torwart Sven Engelhardt mit einem Spezialhandschuh sind wieder – mehr oder weniger – ins Training eingestiegen. Für sie kommt ein Einsatz aber noch zu früh. „In Lehnerz brauchen wir Spieler, die voll im Saft stehen“, hat Schwalenstöcker die Gastgeber ganz weit oben auf seiner Liste der Favoriten.
Das mit der Favoritenrolle sieht der Lehnerzer Trainer Rolf Gollin ganz entspannt. „Wir haben eine gute Mannschaft und sind auch gut gestartet.“ Aber die Leistungsdichte in der Verbandsliga sei doch in der Spitze sehr groß, fünf, sechs Teams plus die ein oder andere Überraschung hätten das Zeug zum Meister. Viel wichtiger ist für Gollin, „dass die Mannschaft funktioniert und bis zum Schluss um die eigene Stärke weiß“. Das etwa bescherte zuletzt den gerechten Ausgleich in der Nachspielzeit beim 1. FC Schwalmstadt. Herausheben will er aus der Truppe niemanden, auch nicht Stanislav Szilagyi (6 Tore), „denn die, die dafür zuarbeiten, sind ebenso wichtig“. Einer davon ist Mittelfeldmann Alexander Scholz, Neuzugang vom Kreisoberligisten Hofbieber, der ohne Anlaufzeit den Sprung geschafft hat und seinen Trainer durch seine freche Art überzeugte.
Geschickt geführt werden die jungen Leute von den Routiniers wie Jens Keim oder Max Müller, „die wissen immer, was zu tun ist“. Fazit, die Chemie beim aktuellen Tabellenzweiten stimmt. Und auch personell drückt kein Schuh. Bis auf den in Ziegenhain schon in der 33. Minute verletzt ausgewechselten Kevin Steudter fehlt nur noch seit Längerem Timo Lofink (Bänderriss). Gollin freut sich auf das Gastspiel der Upländer, „das ist eine Mannschaft, die in der Verbandsliga dazugehört“. Er selbst war jahrelang als Aktiver mit dem RSV Petersberg Stammgast in Willingen, hat immer noch losen Kontakt zu ehemaligen SCW-Kickern wie etwa Frieder „Ascho“ Wilke. Die aktuelle SCW-Truppe kennt er nicht, rechnet aber mit einer schwierigen Aufgabe. „Die haben Hünfeld und zuletzt Sand geschlagen – das bürgt für eine gewisse Qualität.“
Spielbericht
Verbandsliga Nord: 1:4 in Lehnerz
SC Willingen schnuppert 75 Minuten an Überraschung, Christoph Keindl schwer verletzt
Lehnerz/Willingen (ni). Lange Zeit sah es nach der erhofften Überraschung aus, aber dann musste sich der SC Willingen in der Fußball-Verbandsliga Nord beim Titelanwärter TSV Lehnerz mit 1:4 (1:1) geschlagen geben. Schwerer wiegt aber die Kopfverletzung von Christoph Keindl, der operiert werden muss.
Christoph Keindl (hinten; hier in der Partie gegen Sand) musste nach einer halben Stunde mit einer schweren Kopfverletzung ausgewechselt werden. Foto: Worobiow
Die erste Hälfte dominierten überraschend die Gäste, „super gespielt“, kommentierte Trainer Bernd Keindl die Vorstellung seiner Elf. Dabei musste er nach einer halben Stunde seinen Sohn Christoph auswechseln, der schwer mit dem Kopf mit einem Gegenspieler zusammengerasselt war. Er fuhr mit ihm kurz danach ins Krankenhaus, dort wurde bei einer Computertomographie festgestellt, dass die Stirnhöhlenvorderwand eingedrückt ist. Noch am Abend ging es weiter von Fulda zur Uniklinik nach Kassel. Keindl war aber jederzeit ansprechbar, "Ich habe nicht geblutet, habe keinen Schwindel, keine Kopfschmerzen", erzählte er selbst auf der Fahrt nach Kassel, "nur diese Delle am Kopf".
Der spielfreudige Johannes Hoffmann hatte die Upländer nach 13 Minuten verdient in Führung gebracht. Die Freude währte aber nicht lange, denn direkt danach köpfte Sascha Decher unbedrängt einen Eckball zum bis dahin glücklichen Ausgleich ein. Die Gäste hatten im ersten Durchgang noch zwei, drei gute Gelegenheiten, darunter ein brandgefährlicher Freistoß von Hoffmann, um doch mit einer Führung in die Kabinen zu gehen.
Nach dem Wechsel wurde der Druck der Lehnerzer aber immer größer, die Kabinenansprache trug nun Früchte. Die Gäste kamen selbst nur noch selten zu Entlastungsangriffen. Bis zur 75. Minute hielt die SCW-Defensive, dann fuhr aber die Gastgeberelf von Trainer Rolf Gollin doch noch einen standesgemäßen 4:1-Sieg ein.Erst gelang Sascha Hasenauer die Führung für den TSV (75.), um dann schnell das 3:1 nachzulegen (77.). Alexander Scholzmachte vor 150 Zuschauern alles klar (84.).
Vorbericht
Erneut Derby in Verbandsliga Nord: SC Willingen gegen TSV/FC Korbach ·
Cramer mit mehr Mut ins Upland
Willingen/Korbach (ni) Nur dreieinhalb Wochen ist es her, da hieß es auf der Hauer 2:2. Am Mittwoch (19 Uhr) kommt es bereits zum zweiten Waldecker Derby in der Fußball-Verbandsliga Nord zwischen dem SC Willingen und dem TSV/FC Korbach. Beide Trainer sehen aber diesmal umgekehrte Vorzeichen.
Wiedersehen nach dreieinhalb Wochen. Beim 2:2 im Hinspiel gab es wenig brisante Szenen, hier ist der Willinger Andreas Klassen (rechts) mit Markus Mühlenbächer zusammengestoßen, jetzt erwartet Korbachs Trainer Tobias Cramer mehr Derbystimmung.
Auch Anfang der Woche ist bei den Willingern die schwere Verletzung von Christoph Keindl aus dem Lehnerz-Spiel, ein Bruch der Stirnhöhlenvorderwand, noch das beherrschende Thema. „Das trübt doch die Vorfreude aufs Derby erheblich“, sagt Ulrich Schwalenstöcker. Keindl wird am Donnerstag in Kassel operiert. „Christoph hätte gut zu Chrissie gepasst“, meint Schwalenstöcker, „das wäre ein interessantes Duell geworden.“ Osterhold hatte im ersten Derby vor dreieinhalb Wochen noch seine Sperre abgesessen, jetzt hat sich sein Bruder Jan-Hendrik mit „Rot“ in Dörnberg um das aus dem November vorgezogene Rückspiel gebracht.
Während Keindl länger ausfällt, kehren Klassen, Lohmann, Trachte und auch Torwart Engelhardt nach seinem Fingerbruch („ich denke, er wird spielen“) in den Kader zurück. Fehlen werden weiter Consti Kesper und Tesfu. Der SCW baut auf die Leistung beim 1:4 in Lehnerz, als man die erste Hälfte ausgeglichen gestaltete und bis zur 75. Minute ein 1:1 hielt. „Wenn wir wieder das Tempo mitbringen, dazu die entsprechende Einsatzfreude zeigen, dann bekommen wir unsere Chancen“, sind sich Schwalenstöcker und sein Trainerkollege Bernd Keindl einig. Und die Defensive soll kompakt stehen, dazu müssen alle Akteure beim Ballverlust aber schnell hinter den Ball kommen. Vermutlich wird Klassen wie schon im ersten Derby auf der Sechserposition agieren, damals ersetzte er den Urlauber Marco Buhl.
Mit dem Ausfall von Jan-Hendrik Osterhold muss auch Gegenüber Tobias Cramer vor der Abwehr umbauen, die Rolle neben Mathias Rösner könnten Jonas Will oder Benni Wendel, der ebenso wie Daniel Kinzel aus dem Urlaub zurück ist, besetzen. Gesund gemeldet hat sich Banner, spielen möchte auch der zuletzt angeschlagen fehlende Trainer-Bruder Lukas. Aber Cramer wird wohl auf ihn verzichten, denn der 22-Jährige fliegt am nächsten Tag nach Miami, um dort an der Uni Fußball zu spielen und Wirtschaft zu studieren.
„Personal ist rar gesät“, fasst es Tobias Cramer mit Blick auf den Qualitätsverlust bei beiden Kontrahenten zusammen. Gleichwohl geht er das Derby selbstbewusst an, zuletzt zwölf von zwölf möglichen Punkten geben prächtig Rückenwind. „Es hieß immer, Korbach kann die wichtigen Spiele nicht gewinnen – aber das haben wir grad in Dörnberg getan“, spricht der TSV/FC-Coach beim 3:1 von einem Sieg in einem „Tendenzspiel“. Weil sich seine Elf damit wieder ins obere Tabellendrittel geschoben hat, „sich wieder in der Verbandsliga etabliert hat“. Das gelte es aber, warnt Cramer, mit harter Arbeit im Training und entsprechender Einstellung im Spiel zu verteidigen.
Schwalenstöcker ist die schnelle Genesung des Korbacher Spiels auch nicht verborgen geblieben, sieht er die Vorzeichen gegenüber dem ersten Duell schlichtweg umgekehrt. Da war seine Elf nach dem Husarenstreich gegen Hünfeld selbstbewusst, die Korbacher verunsichert. „Ihre zögerliche Spielweise kam uns da grad recht.“ Cramer wollte aber schlichtweg nicht ins offene Messer laufen. „Denn wenn die mit Tempo etwa über die Außen Max Ullbrich und Daniel Butterweck kommen, dann haben die Willinger eine gute Qualität.“
Die Upländer hatten damals die drei Zähler aus dem Hünfeld-Spiel auf dem Konto, die Kreisstädter nur einen, jetzt reisen sie mit satten 14 Punkten an – doppelte so viele, wie der SCW hat. Kein Wunder, dass Schwalenstöcker mutmaßt, „nach den vier Siegen in Folge triefen die doch jetzt vor Selbstvertrauen“.
Tobias Cramer nimmt das Wortduell nicht direkt auf, verspricht aber, „wir werden natürlich mutiger agieren, keine Frage“. Überhaupt erwartet er nicht so einen Freundschaftsspiel-Charakter wie kürzlich in Korbach. „Dafür sorgt schon das enge Ambiente im Hoppecketalstadion.“ Dazu bedarf es aber auch einer entsprechenen Kulisse. Das erste Duell um die Waldecker Vorherrschaft auf der Hauer sahen immerhin gut 600 Zuschauer.
Spielbericht
Fußball-Verbandsliga Nord: TSV/FC baut Serie auf 15 Punkte hintereinander aus
Korbach gewinnt Derby mit 2:0 in Willingen
Willingen (mn). Mit einem kühl herausgespielten 2:0 hat der TSV/FC Korbach dem SC Willingen eine bittere Niederlage auf eigenem Platz zugefügt und im Derby der Fußball-Verbandsliga Nord den fünften Sieg in Folge gelandet. Vor 500 Zuschauern am Mittwochabend erzielten Jonas Will in der 13. und Davin Stadtler in der 78. Minute die Tore. Die Kreisstädter setzen sich mit nunmehr 17 Zählern in der Spitzengruppe der Tabelle fest, während die Upländer auf einem Abstiegsplatz steckenbleiben.
Torschütze zum 1:0 für Korbach: Jonas Will (links), hier im Zweikampf mit dem Willinger Daniel Wilke. Foto: Artur Worobiow
Die Erwartungen an das zweite Derby innerhalb von weniger als vier Wochen erfüllten sich nur zum Teil. Waren die Korbacher beim 2:2 im Hinspiel verunsichert und nur schwer in die Partie gekommen, galt das nun für die Willinger. Der Schock über die Verletzung von Christoph Keindl und der Ausfall von Max Ullbrich schien die Upländer zu lähmen. Im ersten Abschnitt spielten sie gegen die sichere Korbacher Viererkette nicht eine Torchance heraus.
Vom TSV/FC kam deutlich mehr, die Gäste hatten dem Gegner im ersten Abschnitt im Griff. Wirklich gefährlich wurden sie, wenn sie mit ein, zwei Kontakten den Ball schnell nach vorne trieben - was ihnen aber nicht allzu häufig gelang. Die Führung war allerdings herrlich herausgespielt. Christoph Osterhold spielte auf Markus Mühlenbächer, der den Ball mit der Brust für Jonas Will auflegte. Der Mittelfeldspieler, über den auf der rechten Korbacher Seite auffallend viele Angriffe liefen, zog entschlossen ab und traf unhaltbar für Keeper Sven Engelhardt ins rechte untere Toreck.
Beim nächsten Korbacher Angriff hätte Matthias Rösner nachlegen können (14.), und in der 23.Minute rasierte ein Schuss Osterholds nach Zuspiel von Jan-Henrik Vogel die Querlatte. Korbach blieb dran, und Vogel scheiterte mit einem Distanzschuss an Engelhardt (35.). Die Willinger mit einem sehr offensiven Johannes Hoffmann scheiterten oft schon im Ansatz. Norman Kaiser als einzige Spitze hing in der Luft, von Daniel Butterweck, der wegen seiner Rückenprobleme gehemmt wirkte, ging keine Gefahr aus.
Nach Wiederbeginn sahen die Zuschauer ein ganz anderes Spiel. Die Korbacher ließen deutlich nachce heraus. Die drei, vier Freistöße aus eigentlich gefährlichen Entfernungen am Strafraum verpufften zudem wirkungslos.
Pech hatte Daniel Butterweck, als er in der 77. Minute aussichtsreich vor TSV/FC-Torhüter Jannik Engemann ganau auf den Mann zielte. Im Gegenzug fiel das 2:0 für Korbach. Christoph Osterhold kreuzte vor der Willinger Abwehr, blieb mit ein wenig Glück im Ballbesitz, passte in den Lauf des eingewechselten Stadtler, der mit einem Flachschuss die Entscheidung besorgte.
Vorbericht
SC Willingen erwartet die Reserve des KSV Hessen Kassel
Schwalenstöcker: Mehr Aggressivität
Willingen (ni). Über den nächsten Gegner macht sich Ulrich Schwalenstöcker keine Gedanken. „Damit könnte ich mich beschäftigen, wenn wir mit uns selbst im Klaren wären“, sagt der Trainer des SC Willingen vor dem sonntäglichen Auftritt in der Fußball-Verbandsliga Nord gegen Hessen Kassel II.
Zeigen die Willlinger Spieler mehr Biss ausgerechnet im Spiel gegen die Löwen vom KSV Hessen Kassel II?. Das heißt auch eine bessere Zweikampfführung für Daniel Wilke (rechts), der hier gegen Jonas Will (Korbach) den Ball erobern will.
Zum einen ist da die weiter immens angespannte Personalsituation, aber auch in puncto Einstellung liegt bei den Upländern einiges im Argen. „Irgendwie müssen wir der Mannschaft die nötige Aggressivität einbleuen“, hofft er auf eine entsprechende Lektion aus dem 0:2 im Derby am Mittwoch. „Wir sind in der ersten Halbzeit überhaupt nicht in die Zweikämpfe gekommen.“ Und als es nach der Pause besser wurde, da war zu sehen, wenn alle richtig Gas geben, dann gerät der Gegner durchaus ins Wanken.
Aber auch da wurde das Spiel oft genug nicht richtig auseinandergezogen, drängten etwa die Außen Daniel Butterweck oder Philipp Ullbrich zu sehr nach innen. „Im Gegensatz zu Korbach fehlte uns die Grundordnung“, so Schwalenstöcker, „die haben das Bällchen laufen lassen, das hatten die uns voraus.“ Unterm Strich war es ein bitterer Abend, allenfalls Daniel Wilke, für den privat verhinderten Marco Harnacke in die Innenverteidigung gerückt, kann sich als Gewinner fühlen und erneut auf die Startelf hoffen.
„Gegen Korbach zu verlieren ist besonders ärgerlich“, verrät Schwalenstöcker nichts Neues, „aber die wichtigen Spiele kommen erst noch.“ Nach dem Heimauftritt gegen Kassel haben die Upländer die obere Tabellenhälfte „abgearbeitet“, danach kommen die direkten Konkurrenten aus der hinteren Region. Schwalenstöcker: „Selbst wenn alle Spieler an Bord sind, dann zählt für uns als Aufsteiger nur der Klassenerhalt.“ Und wenn, wie jetzt, gleich eine Handvoll Leistungsträger ausfällt, dann wird es schwierig. „Weil für den ein oder anderen ist der Sprung in die Verbandsliga einfach sehr groß.“
Gegen die Regionalliga-Reserve wird die Lage nicht besser, Keindl, der an der Stirnhöhle operiert wurde, und Max Ullbrich (Innenbanddehnung) sind die jüngsten Ausfälle. Noch zu früh kommt der Einsatz für Consti Kesper, Tesfu und Meyer. „Aber die, die auf dem Platz stehen, müssen endlich von der ersten Minute an bissig sein“, hofft Schwalenstöcker auch darauf, dass sich die Spieler nun auch untereinander entsprechend motivieren.
Vielleicht können sie dann am Sonntag KSV-Trainer Wolfgang Zientek bestätigen. „Ich habe Willingen noch aus meiner eigenen Zeit in unangenehmer Erinnerung.“ Und: „Gegen Hessen Kassel, egal ob erste oder zweite Mannschaft, geben alle immer 120 Prozent.“ Mit einem Punkt aus zwei Spielen lief es zuletzt bei seinem Team auch nicht rund. Insgesamt ist der Coach aber mit dem Auftakt angesichts von zwölf Neuzugängen mehr als zufrieden. „Wir wollen jetzt wieder was holen“, baut er dabei auch auf die Qualitäten des Ex-Korbachers Viktor Schan. „Er ist als Außenverteidiger oder auf der Sechs vielseitig einsetzbar“, lobt ihn Zientek. Dazu werden wieder zwei, drei Verstärkungen aus der „Ersten“ kommen. Mit zwölf Treffern führt Harez Habib die Torjägerliste der Verbandsliga an. „Er hatte das Glück da zu stehen, wo er den Ball nur noch reinmachen musste“, stellt Zientek aber die ganze Mannschaft in den Vordergrund. Auf den Teamgeist hofft auch Schwalenstöcker.
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